2005 hielt David Foster Wallace die Rede an der Abschlussfeier des Kenyon College. Mehr zum Hintergrund der Rede, wie auch diese selbst in voller Länge gibt es hier bei Brainpickings.

“It’s not the illegals I’m after. They’re secondary to me. It’s the dope.” Short-Doku aus dem Grenzland zwischen den USA und Mexiko.

Mich nervt, dass gewissen Familienmitgliedern ihr Platz streitig gemacht wird, als hätten sie den Namen nicht verdient.

Julian Schmidli, Redaktor Sonntagszeitung, wird am Reporterforum in Hamburg seinen Frust über verknöcherte Strukturen in den Medien los. (via medienwoche).

Ich kann mich Julian nur anschliessen. Mehr Mobilität! Mehr Demokratie! Mehr Offenheit! Im Kern heisst das: Ein breiteres Verständnis von Journalismus, etwa als Sammlung pointierter Aussagen über die Wirklichkeit.

explore-blog:

In his fantastic SVA commencement address on the false division between “high” and “low” culture, critic Greil Marcus adds to history’s finest definitions of art.

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In his fantastic SVA commencement address on the false division between “high” and “low” culture, critic Greil Marcus adds to history’s finest definitions of art.

Das Gloria-Komplott

Unsere Recherchen zu Gloria TV resultierten kürzlich in einem Artikel für die österreichischen Seiten der ZEIT. Da ich in den Ferien weilte, übernahm Joel Bedetti den Löwenanteil der finalen Recherche- und Aufbereitungsarbeit. Zu lesen gibt es den Artikel online hier.

Das Cover des aktuellen Harper’s Magazine mit “The Way Of All Flesh” von Ted Conover.

Das Cover des aktuellen Harper’s Magazine mit “The Way Of All Flesh” von Ted Conover.

There’s never been much love lost between literature and the marketplace. The consumer economy loves a product that sells at a premium, wears out quickly or is susceptible to regular improvement, and offers with each improvement some marginal gain in usefulness. To an economy like this, news that stays news is not merely an inferior product; it’s an antithetical product. A classic work of literature is inexpensive, infinitely reusable, and, worst of all, unimprovable.
Jonathan Franzen in seinem bemerkenswerten Essay Why Bother?.
The process of turning oneself into a character is not self-absorbed navel-gazing but a potential release from narcissism: You have achieved sufficient distance to begin to see yourself from the outside. Doing so can be liberating.
Phillip Lopate über das Personalpronomen “Ich” im Journalismus. In: Mark Kramer and Wendy Call (Eds.) Telling True Stories (2007).

Don Reto: Die Geschichte der Recherche

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In einem Video starrte der Mann finster auf die Gläubigen in den Kirchenbänken und forderte eindringlich “Do not eat raw potatoes”. In einem anderen Filmchen verursachte der selbe Mann bei jungen Studenten Lachkrämpfe, indem er die Bibel mit einem guten Wodka verglich. Joel Bedetti und ich wollten herausfinden wer dieser Mann – ein katholischer Priester mit Namen Reto Nay – ist.  Denn Nay spricht metaphorisch nicht nur von Gemüse und Spirituosen. Die News-Beiträge auf Gloria TV – obschon nicht von Nay gesprochen – sind vielmehr reale Angriffe auf geistige Gegner, ausgegrabene Kriegsbeile quasi. Wie passte das zusammen? Unsere Recherche über Reto Nay und Gloria TV ist ein Versuch, diese Frage zu beantworten. Der Artikel erschien am 18. April 2013, auf den Schweizer Seiten der ZEIT.

Ich hatte vor nicht ganz einem Jahr meinen Freunden von ALSO von Gloria TV erzählt und Joel, der zu dieser Zeit als einziger freie Kapazitäten hatte, begann mir bei der Recherche zu helfen. Während Joel sofort Schweizer Kirchenleute kontaktierte, forschte ich mehrheitlich online nach und las alte Posts und Artikel von und über Reto Nay. Heute ist klar: Ohne meine Arbeit hätten wir die Recherche nie begonnen. Ohne Joels Arbeit hätten wir sie unmöglich zu Ende führen können. Denn irgendwann ging uns dabei allmählich die Luft aus. Beide waren wir mit unseren Studien an der Uni beschäftigt und brachten die Energie, alles zusammenzustellen und einer Publikation anzubieten, neben weiterer Erwerbstätigkeit nicht auf. Wir waren jedoch sicher, dass der Zeitpunkt dafür irgendwann kommen würde. Als sich die Ereignisse nach dem Besuch eines Spiegel TV-Teams in Sedrun im März 2013  überschlugen, war die Zeit für einen weiteren Effort reif. Nachdem wir von Peer Teuwsens ZEIT grünes Licht erhalten hatten, knieten wir uns nochmals rein. Joel hatte eben sein Geschichtsstudium an der Uni Zürich erfolgreich abgeschlossen und ich fand dank der Osterferien ebenfalls Zeit für weitere Recherchen. Es folgten eineinhalb Wochen Emailen, Telefonieren, Lesen und Schreiben.

Insgesamt haben wir über 40 Interviews geführt und unzählige Stunden mit weiterer Recherche verbracht. Gerne hätten wir auch mit Reto Nay gesprochen. Joel erreichte zwar Nays Mutter, doch sie gab an, nicht zu wissen, wo sich ihr Sohn befand. Wir verweisen hier deshalb auf seine Stellungnahme zu den Vorkommnissen rund um seine Entlassung in Tujetsch. Neben den vielen Leuten, die bereit waren, uns Auskunft zu geben, fanden sich auch solche, die sich weigerten. Beim ITI in Trumau hiess es, man spreche nicht mit Journalisten und kath.net-Chefredaktor Roland Noé, den wir wiederholt schriftlich kontaktierten, hat nie auf unsere Anfragen reagiert.

Haben Sie im ZEIT-Artikel Fehler gefunden oder möchten einen Hinweis deponieren? Bitte kontaktieren Sie uns per Email.

Pascal Sigg: pascal_sigg@bluewin.ch

Joel Bedetti: joel.bedetti@gmail.com

Mark Bowden, Autor des Nonfiction-Klassikers Black Hawk Down erzählt einen wahren Krimi im Vanity Fair.

Mark Bowden, Autor des Nonfiction-Klassikers Black Hawk Down erzählt einen wahren Krimi im Vanity Fair.

theparisreview:

David Foster Wallace on Ambition—an animated short by Blank on Blank.

Art exists so that one may recover the sensation of life; it exists to make one feel things, to make the stone “stony”. The purpose of art is to impart the sensation of things as they are perceived and not as they are known. The technique of art is to make objects unfamiliar”, to make forms difficult… Art is a way of experiencing the artfulness of an object. The object itself is not important.
Victor Shlovsky (via luminario)

Ein schwarzer Roper, der mit seinen Buddies auf dem Gaul durchs Dorf reitet. What a story. 

“Did you read yourself what you’re writing? That’s embarrassing.” Es ist bekannt, dass Flyers-Goalie Ilya Bryzgalov viel weiss. Kürzlich bewies er, dass er auch weiss, wie Journalisten arbeiten sollten.